Die thailändische Erbschaftsteuer

Die zum 1. Februar 2016 neu eingeführte thailändische Erbschaftsteuer ist zunächst bewusst löcherig gestaltet und kann gegenwärtig noch leicht umgangen werden. Bemessungsgrundlage sind (nur) vier Vermögensklassen, nämlich

  • Grundstücke,
  • Gesellschaftsrechte,
  • Bankguthaben (und jeweils Ähnliches). sowie
  • Fahrzeuge.

Ausländer unterfallen grundsätzlich nur mit dem Thailandvermögen der thailändischen Erbschaftsteuer. Der Steuerfreibetrag liegt bei THB 100 Millionen, der Steuersatz bei 10%, innerhalb der Familie bei 5%. Es gibt hierbei keine gesetzlichen Regelungen zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung mit deutscher Erbschaftsteuer.

Die Übersicht ist stark vereinfacht und soll lediglich die allgemeinen Grundzüge der neuen Gesetzgebung aufzeigen.

Während die “Permanent Residency” für wohlhabende Ausländer ein wertvoller Bestandteil der Investitionssicherheit in Thailand war, führt sie (soweit man bisher weiss) dazu, dass statt des Thailand-Vermögens das Weltvermögen in Thailand erbschaftsversteuert werden muss. Gegenwärtig mögen dies viele Ausländer aufgrund des Freibetrags von THB 100 Millionen noch gelassen sehen. Da die bisher geltende Gesetzesfassung voraussichtlich bald verschärft wird, um das Steueraufkommen zu erhöhen, gilt dies jedoch nicht für immer. Der Antrag auf Permanent Residency wird zunehmend zur Steuerfalle werden und sollte daher besser zweimal überlegt und mit dem Steuerberater erörtert werden.

Jenseits der thailändischen Erbschaftsteuer

Vermögensplanung, Nachfolgeplanung, Steuerplanung sind beim internationalen Erbfall in Thailand drei wichtige Themen, die im Zusammenhang bedacht und strukturiert werden sollten. Hierüber informiert der Beitrag “Der internationale Erbfall in Thailand“.

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