Existenzgründung in Thailand

Existenzgründerparadies Thailand

Seine zentrale Lage in Südostasien, seine Wirtschaftskraft sowie sein bewährtes Rechtssystem (weitgehend übernommen aus dem deutschen Recht) machen Thailand zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort in Asien zwischen China und Indien. Thailand ist daher bestens geeignet als Produktionsstandort für High-Tech Produkte des deutschen Mittelstands, Zulieferbetriebe der Automobilindustrie und viele andere Industriesparten und Dienstleistungsbetriebe. Für extrem lohnintensive Produktionsprozesse ist Thailand nicht (mehr) der ideale Standort.

Eine Vielzahl von naiven Geschäftsmodellen und vertrauensbasierten Vertragsstrukturen sind von Anfang an offensichtlich zum Misserfolg verurteilt. Das Scheitern ist dann nur eine Frage der Zeit und auf das “Grand Opening” folgt bald ein stiller Rückzug. Mit einer innovativen Geschäftsidee sowie der Bereitschaft zu vollem Einsatz und zu einem eingegrenzten Geschäftsrisiko bietet Thailand jedoch unverändert die reale Möglichkeit für eine nachhaltige Existenzgründung im Paradies. 

Vertrauen tötet schneller als Patronen

Vertrauen oder Verträge? Die thailändischen Gesetze sind komplex aber beherrschbar. Sie bieten Rechtssicherheit und Durchsetzbarkeit auch für ausländische Investoren. Dieser Standortvorteil bleibt aber nicht selten ungenutzt. Wer bei seiner Investition in Land und Leute statt auf harte Verträge lieber auf blindes Vertrauen setzt, wird nicht immer, aber häufig von Thailand enttäuscht werden. Auf Vertragspartner, die den Ehrenkodex hanseatischer Kaufleute zu ihrer Geschäftsmaxime gemacht haben, sollte man hierbei nicht warten. Enttäuschtes Vertrauen darf man daher nicht als Mangel des thailändischen Rechtssystems mißverstehen.

Eine andere Frage betrifft die Philosophie und Lebenseinstellung, mit der das Thailandprojekt in Angriff genommen werden soll. Das Land des Lächelns hat (bewußt?) Freiräume geschaffen, in denen sich Ausländer in einer Schattenzone illegal wirtschaftlich betätigen können. Diese Möglichkeit wird gegenwärtig ebenso sorglos wie weiträumig genutzt, indem Investitionsstrukturen jenseits der gesetzlichen Möglichkeiten errichtet werden. Unter Hinweis auf vermeintliche Kostenvorteile lassen sich Ausländer von interessierten Kreisen bereitwillig in die Illegalität und nachfolgende Rechtlosigkeit abdrängen. Dies setzt einen Teufelskreis in Gang, der nicht selten mit einem Totalverlust der Thailandinvestition endet.

Die drei Strukturentscheidungen

Es ist eine gerne ignorierte Tatsache, dass ausländische Investitionsstrukturen in Thailand legal, rechtssicher und durchsetzbar errichtet werden können. Es lohnt sich daher, sich mit der rechtlichen, steuerlichen und strukturellen Rahmenbedingungen sorgfältig auseinander zu setzen. Bei den Erwägungen, in Thailand geschäftlich tätig zu werden, stellen sich drei ganz wesentliche Strukturentscheidungen:

  1. Welche Gesellschaftsform soll gewählt werden?
  2. Welche Sondervorteile können ausländische Investoren in Anspruch nehmen?
  3. Wie soll die Gesellschaft intern und extern ausgestaltet sein, um den thailändischen Anforderungen und Besonderheiten zu entsprechen?

Unser Beitrag bei anwalt.de gibt hierzu die grundlegenden Antworten.

https://www.anwalt.de/rechtstipps/thailaendisches-gesellschaftsrecht-die-drei-strukturentscheidungen-fuer-auslaendische-investoren_075946.html

Die ausländische Direktinvestition bedarf regelmäßig der Gründung einer eigenen thailändischen Gesellschaft. Eine wissenschaftlich-fachliche Darstellung für den Juristen enthält das Fachbuch “Gesellschaftsrecht des Auslands: Thailand“. Die sachgerechte Vorgehensweise ergibt sich aus dem Beitrag

Gesellschaftsgründung in Thailand

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