Steuergestaltung für den Expatriate in Thailand

Der Mythos von der einfachen thailändischen Steuererklärung

Das thailändische Steuerrecht hat eine geringere Komplexität als der deutsche Gegenpart. Die Kalkulation der thailändischen Steuerschuld kann daher bei einfacheren Fällen ohne steuerliches Spezialwissen erfolgen, quasi auf dem sprichwörtlichen Bierdeckel. 

Für die Expatriatebesteuerung liegt die Schwierigkeit nicht im thailändischen Steuerrecht, sondern im Sachverhalt und den grenzüberschreitenden steuerlichen Regelungen mit dem Heimatland. Es besteht somit die Wahl, die steuerlichen Pflichten im Do-it-yourself-Verfahren zu erfüllen und entweder die thailändischen Anforderungen zu ignorieren, auf eine steuereffektive Behandlung großzügig zu verzichten, oder professionellen Rat in Anspruch zu nehmen. 

Steuerliche Gestaltungselemente für den Expatriate in Thailand

Ein Ausländer hat typischerweise weitere Einkommensquellen, teilweise in Thailand, teilweise in seinem Heimatland, teilweise in Drittländern. Wird er vom Mutterhaus entsendet, wird er verschiedene Anstellungsverhältnisse aufrecht erhalten. In seinem thailändischen Vertrag befinden sich häufig Provisions- und Tantiemeklauseln. Er wird berufsmäßig einen Teil seiner Arbeitszeit ausserhalb Thailands verbringen und hat entsprechende Steueroptimierungsmöglichkeiten. Weitere interessante Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich im Jahr der Entsendung sowie der Rückkehr ins Heimatland. Und die Liste unserer Praxiserfahrungen ist hiermit noch lange nicht am Ende. Thailand ist kein Niedrigsteuerland.

Der Ausländer muss die Auswirkungen seiner thailändischen Steuersituation für seine heimische Steuerposition berücksichtigen. Dazu gehört auch die Nutzung der Doppelbesteuerungsabkommen. Weitere Wechselwirkungen ergeben sich hinsichtlich der ausländerrechtlichen Situation. Für einen Laien ist die Gesamtproblematik, die hier nur ansatzweise angerissen wird, unüberschaubar. Hinzu kommt die strafrechtliche Problematik, wenn auch nur kleine Beträge nicht deklariert werden. Und auch gegenüber seinem Konzernmutterhaus besteht die arbeitsrechtliche Verpflichtung, Steuerzahlungen im gesetzlichen Umfang zu leisten.

In Thailand ist die steuerliche Ausgestaltung der Expatriate-Vereinbarung zusätzlich mit arbeits- und ausländerrechtlichen Fragestellungen eng verknüpft. Dies wird näher erläutert unter “Thailaendisches Steuerrecht; Vertragsoptimierung für den Expatriate in Thailand”. Der Beitrag stellt die typischen Bausteine einer sinnvollen Einkommensteuerplanung für von Deutschland nach Thailand entsandte Expatriates dar:

  • Verlust der unbeschränkten Steuerpflicht
  • Zahlungswege
  • Sozialversicherung
  • Entsendungsmodell
  • Lizenzzahlungen und Dividenden
  • Zahlungszeitpunkt
  • Aufspaltung des Anstellungsverhältnisses
  • Fringe Benefits
  • Bruttolohnvereinbarung
  • Abfindungszahlung

Als Resümee ist festzuhalten, dass die Besteuerung der Expatriates in Thailand interessante Gestaltungsmöglichkeiten bietet, wenn die thailändischen Besonderheiten berücksichtigt werden.

Weitere Aspekte betreffen nachwirkende Steuerpflichten trotz des Wegzugs aus Deutschland, Zweifelsfragen zum Umfang der deutschen und thailändischen Steuerpflichten, die Geltendmachung des Aufwands in Thailand in der deutschen Steuererklärung und sonstige Fragen der Steuerplanung und Steuergestaltung für den Expat in Thailand.

Deutscher Steuerberater in Thailand – PUGNATORIUS Ltd. in Bangkok

PUGNATORIUS Ltd. ist die deutsche Wirtschafts- und Steuerkanzlei mit Sitz in Bangkok für Rechtsberatung und Steuerberatung nach deutschem Standard. Der Tätigkeitsbereich und das steuerliche Beratungs- und Unterstützungsangebot ergeben sich aus “Internationale Steuerberatung in Thailand“. Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von der Pflicht zum Steuernzahlen. Die Kenntnis aber häufig.

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