Die Strafvorschriften des thailändischen Ausländerarbeitsrechts

Arbeit durch einen Ausländer in Thailand setzt eine Arbeitserlaubnis voraus. Arbeit wird in Section 5 AWA (Alien Working Act 2008, Ausländerarbeitsgesetz) als Tätigkeit körperlicher oder geistiger Art sehr breit und umfassend definiert. Ausländerarbeit ohne Arbeitserlaubnis wird gemäß Section 51 AWA mit Gefängnis bis zu fünf Jahren, Geldstrafe bis zu THB 100.000 oder beidem bestraft. Der Strafrahmen für den Arbeitgeber beträgt gemäß Section 54 AWA zwischen THB 10.000 und THB 100.000. Die Ausländerarbeit jenseits der Beschränkungen einer erteilten Arbeitserlaubnis wird gemäß Section 52 AWA mit Geldstrafe bis zu einer Geldstrafe bis maximal THB 20.000 geahndet, der Arbeitgeber wird bei einer derartigen Überschreitung nach Section 54 AWA bis maximal THB 10.000 bestraft. Wenn die Arbeitserlaubnis nicht auf Nachfrage der Behörden vorgelegt werden kann, beträgt die Strafe gemäß Section 53 AWA maximal THB 10.000. Im Falle einer Ausweisung wegen Verstosses gegen das AWA ist die spätere Wiedereinreise nicht ausgeschlossen, in der Praxis aber die spätere Erteilung einer Arbeitserlaubnis fast ausgeschlossen. Unerheblich ist die Art des bestehenden Visas. Section 12, Absatz 2 AWA regelt, in welchem Umfang eine Tätigkeit erlaubt ist, während der gestellte Antrag auf Arbeitserlaubnis bearbeitet wird.

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